Der Witwer und die Waisen

20. August 2015

Pressemitteilung vom 16. Juli 2015

Bei ihrem 23. Aufenthalt in Würzburgs Partnerstadt Mwanza in Tansania wurde Steffie Beck wieder Zeugin vieler Einzelschicksale, wie das von Baba Neema. Seine Frau starb sehr überraschend und hinterließ vier Kinder, die er mit dem Gehalt eines Nachtwächters versorgen muss. Nun wurde er im Januar dieses Jahres zum ersten Mal Babu (=Großvater), was ihm weitere Falten ins Gesicht schrieb, da seine Tochter kein Einkommen hat und nicht mit dem Vater des Kindes liiert ist. Der Verein „People of Africa“ übernahm hier eine erste Hilfe und unterstützte die junge Mutter mit einem Startkapital für ein Mehl- und Mais-Business, sowie die Erstversorgung für Goodluck, das derzeit jüngste PoA-Kind.

Ein weiterer „Witwer“ ist Baba Richard, dessen Lebensgefährtin letztes Jahr nach der Geburt des dritten Kindes verstarb. Ihm wurde durch einen Zuschuss für ein Piki-Piki „smile“-Emoticon Moped) der Weg in die Selbständigkeit eröffnet, so dass er seine drei kleinen Kinder versorgen kann.

Häufiger hat Steffie Beck jedoch mit Witwen zu tun, deren Männer an Aids gestorben sind. Hier unterstützt der Verein „People of Africa“ zahlreiche Aids-Waisen im Projekt „Shaloom Care House“ in Mwanza. Einer von ihnen ist Jackson. Er wurde von der Würzburgerin die letzten 15 Jahren begleitet und hat nun in diesem Juli seinen College-Abschluss bestanden. „Ich kenne Jackson als kleinen Jungen in der Grundschule. Nun ist er ein 22jähriger Mann, der mit dem Diplom des Colleges eine Arbeitstätigkeit aufnehmen und somit zum Familieneinkommen beitragen kann. Das ist ein schöner Erfolg!“

Bei dem Treffen mit den Waisenkindern konnte sich die Würzburgerin mit allen Kindern und Jugendlichen unterhalten und auch sie nach ihren Träumen und Visionen befragen. So freute sich die gehörlose Edina über eine Ausbildung zur Schneiderin.
Beeindruckt war Steffie Beck von den Leistungen des 15jährigen Modekai. Sein Vater, der vor vielen Jahren an Aids verstorben ist, war ein Schreiner, seine Mutter, die krank ist, hat ein kleines Bananen-Business. Modekai hat bei den Nationalen Examen als Bester seines Jahrgangs von über 150 Schülern abgeschnitten. Er schwärmt davon, einmal Medizin zu studieren und kranken Menschen wie seiner Mutter helfen zu können…
Wie auch immer sein Lebensweg weitergehen wird, der Verein „People of Africa“ möchte ihn auf jeden Fall weiterhin bei seinem Vorhaben unterstützen.
Die Hilfe für all diese Einzelschicksale ist nur aufgrund vieler Menschen hier möglich, die großzügige Spendenbereitschaft zeigen und durch Fundraising in Schulen erheblich beitragen!

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